Bild von Tennessee Eisenberg

„Ich folge meinem Herzen und das ist sehr einfach“

„Nichts auf der Welt geht jemals verloren“



Abschied von Tennessee

Von seinem Vater Mahdy

Ich danke dir, dass ich dein Vater sein durfte! Ich danke dir, dass du mein Leben mit Freude und Heiterkeit erfüllt hast. Ich danke dir für die entgegen gebrachte Liebe, die nicht nur mir galt, sondern auch vielen anderen Menschen.

Er hatte es eilig auf die Welt zu kommen, geboren zu werden. Innerhalb einer Stunde war er da. Er brauchte keine Hebamme, nur die Hilfe einer lieben Freundin der Familie und den Freudentanz ihrer 4jährigen Tochter. So kam er zur Welt. Ein Sternenkind, helle Haut und eine schwarze Mütze auf dem Kopf.

Er brachte Freude und Heiterkeit in unser Leben. Er berührte jeden mit seinem Wesen. Als er gerade laufen konnte, seinen Vater sah, sagte er "Hoch, Hoch" aber er wollte nicht nur auf den Arm, sondern noch höher steigen, ein Sternenkind.

Als junger Mann wollte er die Welt verändern mit seinen Ansichten und seinem Geist. Er war seiner Zeit weit voraus, konnte sich mit den Zwängen und der Intoleranz nicht abfinden. Er sah und fühlte Dinge, die wir nicht sahen und fühlten.

Er berührte uns mit seiner Musik, seiner Lebensphilosophie. Mit seiner sanften Art berührte und faszinierte er alle, die ihn kannten. Selbst als 7jähriger in der Waldorfschule hat er eine Erinnerung hinterlassen. Die wissen bis heute, wer Tennessee ist, obwohl er nur ein Jahr dort war. Nie werden wir ihn vergessen, wir werden ihn immer in unserem Herzen tragen.

Dann kam eine Zeit, wo er alles in Frage stellte und schließlich geläutert zurückkam. Er hinterlässt in unseren Herzen, uns, seinen Eltern, seinem Bruder und seinen beiden Schwestern, allen seinen Verwandten und in vielen anderen Herzen einen tiefen Graben, den keiner zu füllen vermag.